Ein Vorgeschmack auf den Himmel

9. April 2018 (von Daniel Panton) // „Wen habe ich im Himmel [außer dir]? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden!“ Psalm 73,25

Ich weiß nicht, wie’s euch geht, aber ich freue mich auf den Himmel! Die Bibel sagt, dass der Himmel ein Ort ohne Tränen und ohne Schmerz sein wird! Letztes Wochenende veranstaltete das Kyrios-Team ein Event in Linz, das den Namen „A Taste of Heaven“ – „Ein Vorgeschmack auf den Himmel“ trägt. Du fragst dich, wie es war? Die beste Beschreibung wäre hier wohl „unbeschreiblich“! Fast so, wie das eine Mal, wo Paulus in den dritten Himmel erhoben wurde, „und er hörte unaussprechliche Worte, die ein Mensch nicht sagen darf.“

Am Freitag Abend versammelten sich über 100 Gläubige aus ganz Österreich, um den Herrn anzubeten und Zeugnis von seiner Größe abzulegen. Die neuesten Kyrios-Team-Mitglieder René und Sabrina eröffneten, gemeinsam mit Christian und Tom (Bandmitglieder), den Abend mit Lobpreis auf Deutsch und Englisch. Nach ihnen wurde jeder gesegnet durch eine Farsi-Band, eine afrikanische Band und eine arabische Band. Zwischen den Bands gaben einige Leute ihr Zeugnis weiter. Eine Geschichte berührte ganz besonders. Ein junger Mann (Stefan), der durch den Fussball-Missions-Dienst in Salzburg zum Glauben kam, erzählte uns, wie Gott auf jedem Schritt seiner Reise von Afghanistan nach Österreich mit ihm war. Er konnte den Taliban entkommen, die ihn entführt und gefesselt festgehalten haben und ihm und seiner Familie eine Nacht Bedenkzeit gegeben haben, ob sie für die Taliban arbeiten würden oder nicht. Durch Gottes Gnade und Kraft, konnte er fliehen und das Land sicher verlassen. Bitte betet für Stefan, dessen Frau in Afghanistan ermordet wurde und der seit fast zwei Wochen nichts mehr von seiner Tochter und seiner Familie gehört hat. Stefan war und ist eine große Ermutigung für uns, weil er dem Herrn in dieser schwierigen Zeit vertraut und beständig das Evangelium mit seinen Freunden hier in Österreich teilt.

Am Samstag trafen sich über 30 Leiter und Pastoren in einem Raum, um von Dr. Stephen Beck zu hören, der unser Gastsprecher für das Wochenende war. Dr. Beck ist der Gründer der „Mission Mosaik“ Bewegung, welche in Frankfurt/Umgebung begonnen hat. Mittlerweile hat er 14 Gemeinden mit Studenten und Flüchtlingen gegründet. Er teilte uns mit, wie Gott ihm vor vielen Jahren gezeigt hat, dass sich in Gemeinden in Deutschland einiges ändern sollte im Bezug auf den Umgang mit Ausländern und dass sie sich öffnen sollten für mono-multikulturelle Gottesdienste. Seine Vision war eine Gemeinde, die zu 50 Prozent aus Einheimischen und zu 50 Prozent aus Menschen aus anderen Nationalitäten besteht, zu gründen. Zu diesem Zeitpunkt konnte er natürlich nicht ahnen, dass, nur ein paar Jahre nach der Gründung der ersten Gemeinde in Frankfurt, eine große Flüchtlingswelle aus dem Mittleren Osten nach Europa kam. Dr. Beck gab einige Zeugnisse aus den Gemeinden, die er gegründet hat und auch aus anderen Gemeinden in Deutschland, weiter und berichtete darüber, wie sie, durch ihre Offenheit gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, gewachsen sind. Am Ende gab es auch eine großartige Frage und Antwort Zeit mit Dr. Beck, Nate, Danny, Ken Meyer und Pastor Baghat aus Wien, in denen wir Themen, wie Jüngerschaft, Gemeindegründung und andere, besprochen haben.

Dieses von Kyrios geleitete Event war sehr besonders, da jedes Mitglied seine Schlüsselrolle einnahm. Anda war die Haupt-Übersetzerin. Nate konnte das Team vorstellen und weitergeben, was wir tun und, u.a., die „5-fältiger-Dienst“ Workshops bewerben. Insa half ebenfalls bei der Übersetzung mit und koordinierte das Essen für die Events. René und Sabrina leiteten den Lobpreis mit ihrer Band und Danny und Rebecca organisierten das gesamte Wochenende. Ein wunderbares Abbild davon, wie alle Gaben zusammen funktionieren und arbeiten.

Eine sofortige Frucht des Events ist, dass bereits eine weitere „Taste of Heaven“ – Konferenz für Herbst in Wien geplant ist! Einige Pastoren und Leiter erzählten davon, dass sie ernsthaft darüber nachdenken, einiges in ihren Gemeinden zu überdenken und zu verändern, um mehr mono-multikulturell zu werden.

Wir glauben, dass das ein großer Schritt nach vorne für Österreich war, da viele Gemeinden und verschiedenste Denominationen zusammen kamen, um den Herrn in Geist und Wahrheit anzubeten.