Spotlight: Michele

So Michele, du bist gerade von Kalifornien nach Italien gezogen – für die meisten Leute, ist die sofortige Assoziation Sonnenschein und Ferien. Ich schätze, wenn man tiefer gräbt, gibt es ein paar kulturelle Unterschiede, oder? 😉 Was sind die Top 3, die dir bisher untergekommen sind?

  1. Ich bin in Norditalien, es gibt also hier noch immer 4 Jahreszeiten, die etwas härter sind als in Kalifornien. Ich bin kein Fan von kalten, regnerischen Tagen…
  2. Sie nehmen die Mülltrennung sehr ernst, es gibt Strafen, wenn man es falsch macht und in Recanati hatten sie sogar Sensoren auf den Recycling Taschen um zurückverfolgen zu können, welche Person den Müll falsch getrennt hat!
  3. In Recanati waren die Lebensmittelgeschäfte nur von 8 bis 13 Uhr geöffnet, dann wieder von 16 bis 19:30 Uhr, genau die Uhrzeiten, in denen wir Unterricht hatten. Daher konnte ich mir nicht so oft, wie ich gebraucht hätte, Essen besorgen, und als Resultat aß ich ziemlich viel Pizza in den lokalen Pizzerien!
Einige der anderen SprachschülerInnen und ich auf dem Hauptplatz in Recanati, Italien

Du bist jetzt seit circa 2 Monaten hier. In drei Sätzen, was war so los bei dir?

Im März war ich in Recanati und habe einen Intensivkurs in Italienisch gemacht, und Gott hat mir vier verschiedene Personen aus anderen Nationen gegeben, in die ich jüngerschaftlich investieren konnte. Jetzt bin ich in Mailand und bin fokussiert auf eine Frau, die auch in Recanati studiert hat und Italienischunterricht genommen hat. Außerdem helfe ich in einer Sozialeinrichtung für gefährdete Teenagerjungs mit, in Evangelisation durch Englischkurse und dabei, das YWAM Gästehaus in Mailand zu managen. 

Unterstützung der Kochstunden in der Oklahoma Gemeinschaft, einer Einrichtung für gefährdete Jugendliche in Mailand

Warum Mailand unter all den möglichen Städten?

Gott hat mir ein Jahr vorher begonnen durch verschiedene Quellen Zeichen zu geben, dass ich nach Italien gehen soll. Die ersten sechs Monate war es einmal pro Tag, nach sechs Monaten erhöhte sich das auf zweimal pro Tag. Ich wusste dann, dass das Timing zu gehen näher rückte und fragte mich, wo in Italien Er mich hinsenden würde. Eines Nachts, als ich von meinen Lebensmitteleinkäufen in meinem Heimatort zurückkam, schaute ich auf, während ich mit dem Auto fuhr. Da war ein großes neongrünes Schild auf einem Apartmentkomplex, an dem ich vorbeifuhr, und da stand „Milano“. Ich wusste dann, dass es Mailand sein würde. Er gab mir ein wortwörtliches Zeichen und sogar in Neonfarben!

Ostergrillen und Fußball mit ein paar Teenagern der Oklahoma Community

Du hättest viele der zahlreichen Missionsorganisationen beitreten können, um nach Italien zu gehen, und doch hast du dich erneut für Kyrios Ministries entschieden – warum?

Kyrios Ministries wurde aus tiefen Freundschaften heraus geboren, die mehr wie eine Familie sind, sodass es sehr schmerzhaft für mich war, als mir der Herr zeigte, dass ich 2017 aus Kyrios austreten sollte. Er brachte mich in eine Zeit des Loslösens um mich in etwas Neues hineinbauen zu können. Bevor ich aufs Missionsfeld zurückkehrte, fragte ich Gott, ob es okay für mich wäre, zu Kyrios zurückzugehen, und Er machte es klar, dass es okay war. Ich war so begeistert zurück bei meiner Familie zu sein!

Ein besonderer Abend, an dem die Oklahoma Gemeinschaft in Mailand vorgestellt und Spenden für sie gesammelt wurden

Was ist deine Leidenschaft und wie hoffst du, diese Leidenschaft mit dem Dienst in Mailand zu verknüpfen?

Ich bin leidenschaftlich begeistert Gott anzubeten, also hoffe ich in Mailand mit LobpreisleiterInnen in Kontakt zu kommen. Ich hätte gerne eine Kleingruppe von Leuten, die sich regelmäßig zur Anbetung und zum Gebet treffen und vielleicht als Pioniere zukünftige allnight-Anbetungsnächte starten, um das Licht Gottes nach Mailand zu bringen.

Gibt es noch etwas, das du gerne mit den LeserInnen unseres Blogs und Newsletters teilen möchtest? Letzte Worte?

Ich bitte darum, dass wenn Gott es dir aufs Herz legt für Italien zu beten, dann bete gemeinsam mit mir. Gott liebt dieses Land voll leidenschaftlicher, kreativer Leute, die Familie lieben, und Er wünscht sich, dass sie zu ihrer ersten Liebe, zu Ihm, zurückkehren.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast! Toll, ein „Spotlight“ auf Michele dieses Monat zu haben!